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Pressemitteilungen

Mai 2021

Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit notariellen Leistungen – und mit hoher Qualität

Landesjustizverwaltung und Notarkammer sind sich einig: Auch die ländliche Bevölkerung muss Zugang zu notariellen Leistungen haben.

Verfahren einer Neubesetzung

Das Amt einer Notarin oder eines Notars endet spätestens mit dem Monat des 70. Geburtstages. Notarinnen und Notare dürfen aber auch zu einem früheren Zeitpunkt auf eigenen Wunsch ihr Amt niederlegen. Jedes Amtsende löst ein förmliches Verfahren aus, an dessen Ende das Justizministerium über Wiederbesetzung oder Einziehung entscheidet. Neben der Notarkammer werden auch das zuständige Landgericht und die Ländernotarkasse, das Versorgungswerk der Notarinnen und Notare, um Stellungnahme gebeten.

 

Kriterien der Neubesetzung

„Das Urkundsaufkommen in der Region und im Umland sowie die vom Statistischen Landesamt prognostizierte Bevölkerungsentwicklung sind wichtige Kriterien für die Notarkammer bei der Beurteilung, ob eine Notarstelle auch in den nächsten 20 – 30 Jahren ausgelastet ist“, erläutert Dr. Fanny Wehrstedt, Geschäftsführerin der Notarkammer. „Die Notarinnen und Notare sind Freiberufler mit Mitarbeitern, die sich einen sicheren Arbeitsplatz wünschen.“

 

Hohe Qualität notarieller Leistungen

Der Notarkammer ist aber auch wichtig, dass eine Notarstelle nicht um den Preis von Qualitätsverlust besetzt wird. „So regen wir zu manchen Notarstellen beim Justizministerium an, diese übergangsweise verwalten zu lassen, um eine scheinbar schwache Stelle wieder ‚aufzupeppeln‘.“ Uwe Breuer, Präsident der Notarkammer Sachsen-Anhalt ergänzt dazu: „Das braucht aber Zeit! Der ländlichen Bevölkerung ist nicht geholfen, wenn gesetzliche definierte Standards nicht eingehalten werden, nur um eine Notarstelle schnellstmöglich wiederzubesetzen.“

Pressemitteilung der Notarkammer Sachsen-Anhalt, 11. Mai 2021